Marketing Begriffe einfach erklärt
Du bist in einer ADZ-Weiterbildung im Bereich Marketing, Online-Marketing oder E-Commerce und stolperst ständig über Abkürzungen wie SEO, CPC oder ROAS?
Auf dieser Seite findest du die wichtigsten Marketing-Begriffe in einfacher Sprache erklärt – ideal als Nachschlagewerk während deiner Weiterbildung und im Berufsalltag.
Grundlagen & Strategie
Was ist Marketing?
Marketing ist die Gesamtheit aller Maßnahmen, mit denen ein Unternehmen sein Angebot bekannt macht, verkauft und Kund:innen langfristig bindet.
Dazu gehören u. a. Marktanalyse, Zielgruppenbestimmung, Preisgestaltung, Vertrieb, Werbung und Kommunikation.
Was ist der Unterschied zwischen Marketing und Werbung?
Werbung ist ein Teilbereich des Marketings.
Marketing ist die strategische Klammer – Ziele, Planung, Positionierung, Analyse.
Werbung sind konkrete Maßnahmen, z. B. Anzeigen, Spots, Plakate oder Social-Media-Kampagnen, mit denen du deine Botschaft nach außen trägst.
Was bedeutet Zielgruppe?
Die Zielgruppe ist die Gruppe von Menschen, die du mit deinem Angebot ansprechen möchtest – z. B. „Selbstständige Dienstleister:innen“ oder „Eltern mit Kindern zwischen 3 und 6 Jahren“.
Je klarer deine Zielgruppe definiert ist, desto besser kannst du Botschaften, Tonalität und Kanäle auswählen.
Was ist eine Buyer Persona?
Eine Buyer Persona ist eine fiktive, aber konkrete Beschreibung deiner Wunschkundin/deines Wunschkunden:
Name, Beruf, Ziele, Probleme, Einwände, genutzte Kanäle usw.
Bei ADZ nutzen wir Personas im Unterricht, um Marketingstrategien greifbarer und praxisnah zu machen.
Was ist die Customer Journey?
Die Customer Journey beschreibt den Weg einer Person vom ersten Kontakt mit einer Marke bis weit nach dem Kauf.
Typische Phasen:
Aufmerksamkeit (Awareness)
Interesse (Consideration)
Vergleich/Entscheidung
Kauf (Conversion)
Nutzung und Erfahrung
Bindung & Empfehlung (Loyalty)
Was ist ein Marketing-Funnel?
Der Marketing-Funnel (Trichter) zeigt, wie aus vielen Interessierten oben im Trichter nach und nach eine kleinere Zahl an Kund:innen wird.
Oben steht die Reichweite (Awareness), in der Mitte die Überzeugungsarbeit (Consideration), unten die Conversion (z. B. Kauf, Buchung, Anfrage).
Online-Marketing & Kanäle
Was ist Online-Marketing?
Online-Marketing umfasst alle Marketing-Aktivitäten, die über das Internet laufen: Websites, Suchmaschinen, Social Media, E-Mail, Online-Werbung, Marktplätze usw.
In vielen ADZ-Weiterbildungen ist Online-Marketing ein zentraler Schwerpunkt, weil fast jede Branche davon betroffen ist.
Was bedeutet SEO?
SEO (Search Engine Optimization) bedeutet Suchmaschinenoptimierung.
Ziel von SEO ist, dass deine Website in den organischen, also unbezahlten Suchergebnissen (z. B. bei Google) möglichst weit oben erscheint, damit mehr passende Besucher:innen auf deine Seite kommen.
Was bedeutet SEA?
SEA (Search Engine Advertising) ist Suchmaschinenwerbung.
Dabei schaltest du bezahlte Anzeigen in Suchmaschinen (z. B. Google Ads), die über oder neben den organischen Ergebnissen erscheinen.
SEO = organisch, SEA = bezahlt – beide zusammen bilden das Suchmaschinenmarketing (SEM).
Was ist Content-Marketing?
Content-Marketing bedeutet, dass du hilfreiche Inhalte erstellst – etwa Blogartikel, Checklisten, Videos oder Podcasts –, um deine Zielgruppe zu informieren, beraten oder unterhalten.
Statt „nur Werbung“ aufzudrehen, baust du so Vertrauen und Expertise auf.
Was ist Social-Media-Marketing?
Social-Media-Marketing nutzt Plattformen wie Instagram, Facebook, LinkedIn, TikTok oder YouTube, um:
eine Community aufzubauen,
Inhalte zu verbreiten,
mit Kund:innen zu interagieren
und Kampagnen zu fahren (organisch und bezahlt).
In vielen ADZ-Kursen übst du, wie man Content plant, erstellt und auswertet.
Was ist Performance-Marketing?
Performance-Marketing umfasst alle Online-Maßnahmen, bei denen der Erfolg klar messbar ist.
Im Fokus stehen Kennzahlen wie Klicks, Leads, Käufe oder Umsatz.
Budgets werden laufend optimiert – das Motto: „Was performt, bleibt, was nicht performt, wird angepasst.“
Kennzahlen & Tracking
Was ist eine Conversion?
Eine Conversion ist eine gewünschte Aktion, die ein Nutzer ausführt, z. B.:
ein Kauf,
eine Newsletter-Anmeldung,
eine Kontaktanfrage,
ein Download.
Was genau als Conversion zählt, definierst du in deiner Kampagne oder in deinem Projekt.
Was ist die Conversion Rate?
Die Conversion Rate (CR) zeigt, wie viel Prozent der Besucher:innen eine gewünschte Aktion ausführen.
Beispiel:
100 Besucher:innen auf der Seite, 5 Käufe → Conversion Rate = 5 %.
Was bedeutet CTR (Click-Through-Rate)?
Die Click-Through-Rate (CTR) ist die Klickrate.
Sie gibt an, wie viele Menschen auf eine Anzeige oder einen Link klicken – im Verhältnis dazu, wie oft sie den gesehen haben (Impressions).
Beispiel:
1.000 Einblendungen, 50 Klicks → CTR = 5 %.
Was heißt CPC (Cost per Click)?
CPC (Cost per Click) sind die durchschnittlichen Kosten pro Klick auf eine Anzeige.
Beispiel:
20 € Werbekosten, 40 Klicks → CPC = 0,50 €.
Was ist CPM / TKP?
CPM (Cost per Mille) bzw. TKP (Tausender-Kontakt-Preis) gibt an, wie viel es kostet, eine Anzeige 1.000-mal anzeigen zu lassen.
Beispiel:
50 € für 10.000 Einblendungen → TKP = 5 €.
Was ist ROAS (Return on Ad Spend)?
ROAS (Return on Ad Spend) misst, wie viel Umsatz du pro investiertem Werbe-Euro erzielst.
Beispiel:
1.000 € Umsatz bei 200 € Werbekosten → ROAS = 5
→ Für 1 € Werbebudget kommen 5 € Umsatz zurück.
Was sind KPIs?
KPI (Key Performance Indicator) bedeutet „Schlüsselkennzahl“.
KPIs sind die wichtigsten Kennzahlen, mit denen du den Erfolg deiner Marketingmaßnahme bewertest – z. B. Umsatz, Leads, Conversion Rate, ROAS oder Klicks.
Kampagnen & Zielgruppenansprache
Was ist Targeting?
Targeting bedeutet, dass du deine Anzeigen nur bestimmten Zielgruppen zeigst, z. B.:
nach Alter oder Geschlecht,
nach Interessen,
nach Region,
nach Gerät oder Verhalten.
Ziel ist es, Streuverluste zu verringern und möglichst passende Personen zu erreichen.
Was ist Retargeting / Remarketing?
Retargeting (oder Remarketing) spricht Menschen erneut an, die schon einmal Kontakt mit deinem Angebot hatten – z. B.:
Website besucht,
Produkt angesehen,
Warenkorb gefüllt, aber nicht gekauft.
Diese Personen werden z. B. über Banner oder Social-Media-Ads erneut angesprochen.
Was ist eine Landingpage?
Eine Landingpage ist die Seite, auf der Nutzer:innen nach einem Klick „landen“.
Sie ist meist auf ein klares Ziel optimiert, z. B.:
Kauf
Anmeldung
Terminbuchung
Im Unterschied zur Startseite hat eine Landingpage wenig Ablenkung und einen starken Fokus auf Conversion.
Was ist ein Call-to-Action (CTA)?
Ein Call-to-Action (CTA) ist eine konkrete Handlungsaufforderung, z. B.:
„Jetzt anmelden“
„Kostenloses Erstgespräch buchen“
„Angebot anfordern“
Ein guter CTA ist klar, sichtbar und auf das Seitenziel abgestimmt.
Was sind Leads?
Leads sind qualifizierte Kontaktanfragen oder Interessent:innen, deren Kontaktdaten du gewonnen hast – z. B. durch:
Newsletter-Anmeldung,
Download eines E-Books,
Kontaktformular.
Leads sind ein wichtiger Zwischenschritt auf dem Weg zum/zur Kund:in.
E-Mail & CRM
Was ist E-Mail-Marketing?
E-Mail-Marketing nutzt E-Mails, um systematisch mit Interessent:innen und Kund:innen zu kommunizieren, z. B.:
regelmäßige Newsletter,
Willkommensserien,
Erinnerungsmails,
automatisierte Kampagnen entlang der Customer Journey.
Was ist Double Opt-in?
Beim Double Opt-in meldet sich jemand zunächst mit seiner E-Mail-Adresse an und bestätigt diese Anmeldung anschließend über einen Bestätigungslink.
Das sorgt für bessere Qualität der Adressen und ist aus rechtlicher Sicht in vielen Fällen empfohlen oder nötig.
Was ist CRM?
CRM (Customer Relationship Management) ist ein Ansatz und meist auch eine Software, mit der Unternehmen Kundenbeziehungen systematisch pflegen.
Dort werden u. a. Kontaktdaten, Historie, Anfragen, Angebote und Notizen gebündelt – eine wichtige Grundlage für professionelles Marketing und Vertrieb.
Daten, Tracking & Rechtliches (ohne Rechtsberatung)
Hinweis: Die folgenden Inhalte sind allgemeine Informationen und ersetzen keine Rechtsberatung.
Was ist ein Cookie?
Cookies sind kleine Textdateien, die im Browser gespeichert werden.
Sie helfen z. B. dabei,
Einstellungen zu merken,
Nutzer:innen wiederzuerkennen,
Website-Nutzung und Kampagnen zu analysieren.
Was bedeutet DSGVO für das Marketing?
Die DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) regelt, wie personenbezogene Daten in der EU verarbeitet werden dürfen.
Für das Marketing bedeutet das u. a.:
Transparenz: Welche Daten werden wofür erhoben?
Rechtsgrundlage: z. B. Einwilligung (Consent) oder berechtigtes Interesse
Rechte der Betroffenen: Auskunft, Berichtigung, Löschung usw.
Was ist ein Consent-Management?
Ein Consent-Management-System (z. B. Cookie-Banner) holt die Einwilligung der Nutzer:innen für bestimmte Datenverarbeitungen ein und dokumentiert sie technisch.
So können Nutzer:innen z. B. zustimmen, ob Analyse- oder Marketing-Cookies gesetzt werden dürfen.